Hast auch Du ein Tier verloren?

Unse­re Tie­re sind ein Teil unse­res Lebens. Wenn sie krank sind, füh­len auch wir uns nicht wohl und der Gedan­ke, das gelieb­te Tier zu ver­lie­ren ist so schreck­lich, dass die meis­ten Men­schen ihn ver­drän­gen.

Doch lei­der hilft das Ver­drän­gen nicht, denn frü­her oder spä­ter wer­den wir mit der Rea­li­tät kon­fron­tiert, dass das Leben unse­res Tie­res viel, viel zu kurz ist.

Der letz­te Weg, den wir gemein­sam gehen, wenn wir Hund oder Kat­ze zum Tier­arzt beglei­ten…

Der letz­te Besuch des Tier­arz­tes im Stall, wenn wir uns von unse­rem Pferd tren­nen müs­sen…

Der Ver­such, ruhig zu erschei­nen, dem Tier in sei­nen letz­ten Minu­ten Sicher­heit zu geben…

Und dann das Unver­meid­li­che…

Die Stil­le danach…die quä­len­den Fra­gen:

Habe ich alles getan, was ich konn­te?”

War es zu früh? War es zu spät?”

Gelieb­tes Tier, hat­test Du ein schö­nes Leben?”

Allein mit unse­rem Schmerz, mit unse­ren Zwei­feln, all den unbe­ant­wor­te­ten Fra­gen seh­nen wir uns nach einem Men­schen, mit dem wir unse­re Trau­er tei­len kön­nen. Doch lei­der machen vie­le von uns die schmerz­haf­te Erfah­rung des unver­stan­den Seins.

Den Ver­lust­schmerz, den ver­wais­te “Tier­el­tern” erlei­den, kön­nen nur weni­ge Mit­men­schen ver­ste­hen. Nur vor­der­grün­dig ver­ständ­nis­voll erwar­tet man von uns, schnell wie­der zum All­tag zurück zu fin­den.

Das ist auch einer der Haupt­grün­de dafür, dass Tier­be­sit­zer von sich selbst erwar­ten, mög­lichst schnell “dar­über hin­weg” zu kom­men. Sie glau­ben, dass es rich­tig ist, sich um Ver­ges­sen zu bemü­hen.

Doch das ist falsch!

Trau­er ist ein Pro­zess, der Schritt für Schritt durch­lau­fen wer­den muss, wenn es nicht zu Spät­fol­gen kom­men soll. Sol­che Spät­fol­gen kön­nen u.a. mani­fes­te Depres­sio­nen sein, der Ver­lust des Antriebs und der Lebens­freu­de.

Aber nicht nur das. Wenn die Trau­er nicht durch­lebt und abge­schlos­sen wird, kann es auch sein, dass Du Dich nie wie­der auf ein neu­es Tier völ­lig ein­las­sen kannst. Weil ein Teil von Dir noch im Schmerz der Trau­er gefan­gen ist, hast Du instink­tiv Angst vor erneu­ter Ver­let­zung. Das ist logisch, denn der Schmerz des Ver­lus­tes dau­ert in Dei­ner Psy­che an und Du kannst Dir nicht vor­stel­len, dass Du noch mehr Schmerz ertra­gen kannst.

Gibt es einen Weg, den Schmerz und die Trau­er zu über­win­den?

Wie ich bereits sag­te, hilft Ver­drän­gen nichts, macht die Sache nur schlim­mer. Der Schmerz des Ver­lus­tes lässt sich nicht ver­drän­gen. Das, was ver­drängt wird, kommt in ande­rer Gestalt wie­der und berei­tet uns Pro­ble­me.

Es gibt eine Metho­de, die Dir hel­fen kann, Dei­ne Trau­er und Dei­ne kom­pli­zier­ten Gefüh­le wie z.B. Schuld­ge­füh­le zu bewäl­ti­gen. Es geht dabei um das Meri­dian­punk­te Klop­fen, auch psy­cho­lo­gi­sche Klop­f­aku­pres­sur genannt. Die wohl bekann­tes­te Vari­an­te ist das EFT. EFT steht für Emo­tio­nal Free­dom Tech­ni­que, ent­wi­ckelt von Gary Craig.

Mit die­ser Metho­dik kann man ein­fa­che, aber auch blo­ckier­te Trau­er­pro­zes­se ver­ar­bei­ten, so dass es eben nicht zu einer “kom­pli­zier­ten” Trau­er­re­ak­ti­on oder z.B. Depres­si­on kommt.

Klop­fen ist eine Metho­de, die sich auch her­vor­ra­gend zur Selbst­hil­fe eig­net. Das Pro­blem dabei ist nur, dass man häu­fig sei­ne eige­nen blin­den Fle­cken hat und sich nicht an die wirk­lich schmerz­haf­ten Gefüh­le her­an­traut. Gera­de dann, wenn man sich sei­ner Gefüh­le schämt, ist es bes­ser, die­se mit fach­li­cher Hil­fe zu bear­bei­ten.

Mei­ne Tips:

  • Schä­me Dich nicht Dei­ner Trau­er und Trä­nen
  • Gib Dir die Zeit, die Du brauchst
  • Schreib Dei­nem gelieb­ten Tier einen Brief und geh an Euren Lieb­lings­platz. Stell Dir vor, er oder sie wäre dort und lies den Brief laut vor. Erlau­be Dir Dei­ne Trä­nen
  • Egal, wie lan­ge Du um dein Tier wei­nen musst — wei­ne so oft, wie Dir danach ist.

Lie­be Grü­ße

Dei­ne Mar­ti­na mit Sunshi­ne, Glo­ria und Cara

Sunshi­ne, Cara und Glo­ria

Author: Martina Becher